FDP Wachtberg  

Persönlich
Engagement
Ortsumgehung Gimmersdorf
Wahlaufruf
Presse
Kontakt
Impressum

 

Ortsumgehung Gimmersdorf


Hintergrund:

 

Chronik einer nicht gebauten Straße - Umgehungsstraße Gimmersdorf -



Größere Kartenansicht


Autor: Heiner Pilger

Situation:  Extrem kurvenreiche Ortsdurchfahrt der K 14.
Stellenweise Fahrbahnbreite 4,90 Meter.
Belastung 1998 = 6.000 Kfz. Inzwischen höhere Belastung durch Ausbau im Bonner Teil (Umgehung Lannesdorf). 
  
1967  Untersuchungen des Landkreises Bonn zu einer Umgehung Gimmersdorf 
1973  Aufnahme der Umgehung in den Flächennutzungsplan 
1975-79  Politische Forderung, Ortsbegehungen, Bürgerversammlungen 1980 
 Planfeststellungsverfahren, 04.11.1980 Erörterungstermin Regierungs-Präsident (RegPräs.). Verfahren scheitert am Widerstand einiger weniger Grundstückseigentümer 
1983  Schreiben OKD: Neues Planfeststellungsverfahren im Frühjahr 1984 
1985  Planungs- und Verkehrsausschuss des Kreises beschließt neue Planung 1986
Schriftliche Befragung aller Gimmersdorfer Bürger durch die Ortvertretung
Ergebnis:
97,1 % für eine Umgehung
89,0 % favorisieren zwei relativ ortsnahe Alternativen mit Anschluss an L 123
Tiefbauausschuss der Gemeinde stimmt zu.
Kreis gibt Umweltverträglichkeitsprüfung in Auftrag 
  
1989  Bürgerbeteiligung in Berkum 
1993  Ergebnis Verkehrszählung: Sinn macht nur eine vollständige Umgehung (K 14- L 123). Lauterbach (RSK) im General Anzeiger: „Es ist sicher unrealistisch, dass in diesem Jahrhundert dort noch gebaut wird." 
  
1995  Antrag der Gemeinde an den Kreis um Aufnahme in das Investitionsprogramm 
  
1995-1999   Planungsausschuss RSK: Linienbestimmungsverfahren 
  
1996  RSK: Aufgrund gesetzlicher Neuregelungen ist ein neues Verfahren erforderlich. Beginn nach der Sommerpause. Ziel: Baubeginn spätestens 1999 Überarbeitung der UVS 
  
1997  „Still ruht der See!" 
1998  Ergebnis der Umweltverträglichkeitsstudie. Beschluss in Bauausschuss und Ortsvertretung der Gemeinde zu Alternative 2 
  
1999  Erneute Offenlage im Linienbestimmungsverfahren. Abschließende Beratung in Ausschüssen der Gemeinde Wachtberg und im Gemeinderat 
  
2000  Beschluss des Planungs- und Verkehrsausschusses des Kreistages zum Linienbestimmungsverfahren 
  
2001  Landschaftspflegerischer Begleitplan, Abstimmung mit der ULB, Bauentwurf und Abstimmung mit den Beteiligten, Ausarbeitung der Planfeststellungsunterlagen. Aussage Kreis: „Noch in diesem Jahr Beantragung des Planfeststellungsverfahrens." 
  
2002  Kreis: „Es wird angestrebt, die Unterlagen bis Ende des Jahres fertig zu stellen." 
  
Nov. 2003  Planfeststellungsverfahren, Offenlage im Rathaus bis 09.12.03,
Initiative gegen Ortumgehung durch Dr. J. 
  
08.12.03  Öffentliche Information durch Ortsvertretung und Unterschriftssammlung 
  
bis 2007  Änderung der Planung um den Einwender J. zufrieden zu stellen, dadurch geänderte Inanspruchnahme anderer Grundstücke. 
  
23.04.07  Erörterungstermin mit Betroffenen kontrovers. 
  
11.2007  Gründung des Aktionsbündnis Ortsumgehung Gimmersdorf (ABO) 
  
30.06.2008  Planfeststellungsbeschluss durch den RegPräs. 
  
08.2008  Offenlage des Feststellungsbeschluss im Rathaus der Gemeinde Wachtberg 
  
11.2008  Vier Klagen gegen die Ortsumgehung werden bei dem Verwaltungsgericht eingereicht 

Diese von Heiner Pilger erstellte Chronik wurde von mir um die aktuellen Angaben ergänzt. Obwohl die Ortsumgehung bei Politik und Verwaltung unumstritten ist, die Bezirksregierung von einem Musterbeispiel einer erforderlichen Ortsumgehung spricht, gibt es immer noch Bürger dieser Gemeinde, die selbst nicht in Gimmersdorf wohnen, aber mit dem Bau der Ortsumgehung nicht einverstanden sind oder das „große Geschäft“ wittern.

Eine neuere Verkehrszählung hat die steigende Tendenz des Verkehrsaufkommens bestätigt. Mittlerweile spricht man von täglich mehr als 7.000 Fahrzeugen die durch Gimmersdorf rollen. Hinzu kommt der Schwerlastverkehr, der durch die Ortsumgehung Lannesdorf nicht mehr gehindert wird.

 

Für mich ist es unvorstellbar, dass es, obwohl die Situation der Gimmersdorfer Bevölkerung bekannt ist, immer noch Menschen gibt, denen dies egal zu sein scheint. Ich frage mich, was muss geschehen, dass die Verantwortlichen zur Einsicht kommen und diese unglaubliche „unendliche Geschichte“ einen guten Ausgang nimmt?

 

 



Aktueller Stand (19.05.2009):


Eine von vier Klagen wurde zurückgezogen.

Der Kreis hat bis heute ungefähr 40% des benötigten Grund und Boden in seinem Besitz.

 

Entwicklung / Aktivitäten:

Anfrage bei der Kreisverwaltung über den aktuellen Sachstand

  • Klageverfahren
  • Grundstückserwerb
  • Weitere Finanzierung

Eine geplante Gesprächsrunde der Gimmersdorfer Bevölkerung mit den Kandidaten für das Bürgermeisteramt und mit den Kandidaten für den Kreistag, um diese für den Bau der Ortsumgehung zu sensibilisieren, wird nicht durchgeführt.

 

UWG und SPD befürchten, dass durch diese Gesprächsrunde der Kandidat der CDU für Gimmersdorf einseitig bevorzugt werde.

 

Wie „kleinkariert“ ist dieses Denken. Es geht doch um Gimmersdorf und nicht um Wahlkampf.